Queensland:Stephanie Ebenhöh berichtet von der Palm Beach Currumbin State High School - Gold Coast (Queensland / Australien)
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Hallo liebe Australien-Interessenten!

Ich war vom 5.Juli bis zum 10.Dezember in Australien, an der Gold Coast, das heißt, ich habe ein halbes Jahr in einer Gastfamilie gewohnt und 2 Terms der Palm Beach Currumbin State High School besucht.

Ich hatte mir Australien für meinen Aufenthalt ausgesucht, weil mich die Entfernung zu Europa, und damit auch eine komplett andere Kultur, gereizt hatten. Am Meer zu leben, jeden Tag surfen gehen zu können und ganz allein, ohne die Hilfe meiner Eltern, mit unbekannten Leuten und einer fremden Sprache klar zu kommen, war bisher für mich nur ein Traum. Endlich konnte sich dieser verwirklichen.

Den Tag des Abschiedes, habe ich als nicht so traurig wahrgenommen, wie meine Familie und Freunde, da mir alles sehr unwirklich vor kam. Ich konnte selbst im Flugzeug noch nicht realisieren, ein halbes Jahr von zu Hause weg zu sein.

Der Flug war sehr lang! Allerdings bin ich mit einer großen Gruppe von Jugendlichen geflogen, die alle Australien oder Neuseeland als Ziel hatten. Beim Zwischenstopp in Singapur waren wir alle sehr müde, allerdings verging die Zeit für uns deswegen sehr schnell. Ehe ich mich versah, war ich in Australien!

Meine Gastmutter, eine meiner zwei kleinen Gastschwestern und meine Schul-Koordinatorin holten mich vom Flughafen ab. Zunächst fand ich diese neue Situation sehr unangenehm, allerdings verflogen all meine Sorgen nach ein paar Minuten, da ich freundlich empfangen wurde und mir sofort die Hemmungen des Sprechens genommen wurden. Wir fuhren vom Brisbane Airport eine Stunde zur Gold Coast, nach Palm Beach, wo meine Gastfamlilie wohnte.

Es war unglaublich! Von unserem Haus aus, hatte ich einen perfekten Blick auf einen der schönsten Strände die ich je gesehn habe und alle waren super nett zu mir. Ich fühlte mich sofort zu Hause.

Australien ist meiner Meinung nach komplett anders als Deutschland! Die Australier sind alle sehr freundlich, hilfsbereit und offen. Selbst das Verhältnis zu Lehrern war sehr persönlich und freundschaftlich, was mir besonders zu Beginn sehr geholfen hat! Nach der Schule gingen die meisten meiner australischen Freunde surfen, oder wir haben uns zum Picknick am Strand getroffen. Mir kam mein gesamter Aufenthalt eher wie ein sehr langer „Urlaub“ vor, da ich dieses „Easy-going“ aus Deutschland so nicht kannte. Ich (genauso wie alle Internationals an meiner Schule) habe das australische Leben sehr genossen und vermisse es mittlerweile wirklich sehr!

Nach ein paar Tagen, in denen ich mich einleben konnte, begann dann die Schule für mich. Ich hatte mir die Palm Beach Currumbin SHS ausgesucht, da diese sehr Sport-orientiert und ebenfalls direkt am Meer lag. An meiner Schule waren viele internationale Schüler. Einige Brasilianer, Italiener, Spanier, Asiaten und ca. 11 Deutsche Schüler (Nach dem 1. Term waren es nur noch 7).

Wir durften sofort unsere Fächer wählen und bekamen unsere Schuluniform. Mathematik und Englisch galten als Pflichtfächer und ich wählte unter Anderem Tanzen, Kunst und Marine Studies als Fächer. Besonders diese 3 haben mir sehr gut gefallen und ich kann sie nur weiterempfehlen. Mit meiner Tanz-Klasse hatte ich die Möglichkeit viele Tanzwettbewerbe, gegen andere Schulen, zu bestreiten. Allerdings brauchte man  für dieses Fach definitiv Tanz-Vorerfahrung. 

Mit der Sprache kam ich sehr gut klar. Die Lehrer habe ich alle von Anfang an gut verstanden und nichts vom „Aussie-Slang“ gemerkt. Dieser machte sich allerdings bei meinen australischen Klassenkameraden teilweise stark bemerkbar.

Nach 2 Wochen verstand ich alles und konnte auch bereits sehr gut sprechen. Das war bei den meisten „Internationals“ (zumindest bei den Deutschen) der Fall.

Meine australischen Mitschüler waren zunächst nicht sehr an uns Ausländern interessiert, da die Palm Beach SHS jährlich viele International Students hat und es für sie eine gewohnte Situation war. Als ich jedoch offensiv auf sie zugegangen bin, konnte ich sofort Freunde für mich gewinnen.

Der Unterricht war im Vergleich zu deutschen Gymnasien, vom Schulstoff her, relativ einfach. Als sehr anspruchsvoll empfand ich den Englisch Unterricht. Hier mussten wir regelmäßig „assignments“ machen, die mit großen Hausaufgaben oder Klassenarbeiten/Klausuren zu vergleichen sind. Meine Lehrerin unterschied die „Internationals“ nicht von den Australiern, das heist, sie bevorzugte uns nicht. Wir mussten also beispielsweise genau wie die Australier, als Assignment, eine 10 minütige, selbst geschrieben Rede, auswendig vor laufender Kamera vortragen.

Hier mussten viele über ihren eigenen Schatten springen. Im Nachhinein kann ich allerdings sagen, dass mir besonders diese Erfahrungen geholfen haben, mich gestärkt haben und mir neues Selbstbewusstsein verliehen haben.

Von Beginn an, empfand ich Australien als ein sehr teures Land. Ob in der Cafeteria in der Schule, beim Shoppen, beim Kauf der Schuluniform, oder bei Kosmetik-Artikeln. Alles war viel zu teuer!

Aus diesem Grund überzog ich auch meistens mein vorgesehenes Taschengeld von 250$ pro Monat, wodurch es öfter mal mit meinen Eltern zu Hause, per Telefon, zu Streitigkeiten kam.

Als Großes Problem empfand ich das Ungeziefer, in Australien. Damit meine ich weniger große Spinnen oder Kakerlaken, sondern Mücken, Ameisen und Sandflies (kleine stechende Fliegen). Da die Schuluniform aus einem T-Shirt und einem kurzen Rock oder Shorts besteht, waren meine Beine bereits nach der ersten Schulwoche komplett zerstochen. Dank meinem „Fenestil-Stift“ (Anti-Ungeziefer-Stift) konnte ich diese Zeit einigermaßen überbrücken. Ich kann demnach nur empfehlen, sich ordentlich mit solchen Kosmetik-Artikeln auszustatten.

Ich hatte die Möglichkeit, in den Schulferien, 2 Wochen in den Norden, nach Cairns, zu reisen! Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, in Australien herum zu reisen! Cairns hat mir sehr gut gefallen! Zwar sind die Strände weniger schön und zu bestimmten Jahreszeiten, wegen Quallen, nicht geöffnet, aber das Barrier Reef ist zum Tauchen und Schnorcheln wirklich ein Traum!

Während meines gesamten Aufenthaltes, habe ich regelmäßig Hilfe von team! geboten bekommen und hätte mir keine bessere Organisation aussuchen können, da sich team! für mich, vor allem im Vorfeld, bereits um alles gekümmert hat! Auch jetzt, wo ich bereits lange wieder zurück in Deutschland bin, habe ich noch regen Kontakt zu meiner Gastfamilie und Freunden und denke darüber nach, sie in den nächsten Sommerferien wieder zu besuchen!

Ich würde also diesen Auslandsaufenthalt jederzeit wiederholen!

Ich hoffe ich konnte meine Erfahrungen gut vermitteln und weiterhelfen!

Stephanie Ebenhöh

 

 

 

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