Dorset: Phillip Hetzschold berichtet aus Ringwood, Dorset (England)
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Hallo team!,

hier mal ein Zwischenbericht über meinen Tagesablauf in England an meiner High School in Dorset:

Ein typischer Tag in meiner Gastfamilie. Wie komme ich mit den Gegebenheiten klar? Ist es, wie ich es erwartet habe?

Ein typischer Tag startet, wie auch in Deutschland, mit dem nervenden Klang eines Weckers, der wie immer zu frueh klingelt, aber beim erklingen dieses ohrenbetaeubenden Laerms, steigt die Vorfreude schon die Freunde in der Schule zu treffen und etwas gemeinsames mit der Familie am Nachmittag zu machen. Nachdem das fruehstuecken beendet ist, heisst es, die erste sportlich Aktivitaet am Tag zu meistern und den 5-minuetigen Weg zur Schule per Fuss zu bestreiten, was einem an regnerischen Tagen eventuell wie ein 30-minuetiger Dauerlauf vorkommt und beim strahlendem Sonnenschein nicht viel zu schnell vorrueber geht. Angekommen in der Schule, trifft man um circa 8:30 die ersten Freunde im Common Room, ein Versammlungsraum, der mit saemtlichen Tischen und Stuehlen ausgestattet ist und wo man waehrend der Unterrichtszeit seine Hausaufgaben machen kann. Die ersten Gespraechen laufen wie in Deutschland auch, ueber Aktivitaeten die am Abend des davorigen Tages abgelaufen sind. Um 8:45 Uhr versammeln sie die Klassen in ihren Tutor-Raeumen, wo lediglich auf den Schulstart gewartet wird, der um 9:15 Uhr beginnt und eine Registration der anwesenden Schueler vorgenommen wird. Von 9:15 Uhr bis 10:55 Uhr laufen dann die ersten beiden Stunden, die unsere Lehrer oft mit vielen Aktivitaeten und Aufgaben fuellen um uns auf den verhaeltnismaessig langen Tag vorzubereiten. Die erste Pause dauert dann 20 Minuten und ist grundsaetzlich die Pause, die die Schueler nutzen um ein zweites Fruehstueck zu sich zu nehmen. Die 3. und 4. Stunde laeuft dann von 11:15 Uhr bis 12:55 Uhr, dort wird oft der Raum gewechselt weil man die insgesamt 4 zu belegenden Faecher nicht an jedem Tag hat, dennoch die Raeume zwischen unterschiedlichen Faechern wechseln muss. Anschliessend folgt der Genuss der langen Pause die bei Sonnenschein nicht lang genug sein kann, weil man draussen alle Gelegenheiten hat, sich frei zu entfalten. Sie wird von Schueler als Luch-Break genehmigt und ist in einem anstrengenden Tag auch dringend notwendig, die Moeglichkeiten unterscheiden sich je nach Person was man in dieser Pause anstellen moechte. Waehrenddessen die einen es bevorzugen in die Stadt zu laufen und das Launch dort zu kaufen oder in die Cafeteria zu gehen und es dort zu kaufen. Der letzten zwei Stunden steht damit nichts mehr im Weg, sie starten um 1:40 Uhr und der Schultag endet endgueltig um 3:20 Uhr am Nachmittag. Den dann wieder anzutretenden 5-minuetigen Lauf nach Hause zu bestreiten und die Vorfreude alle aus der Familie zu treffen ebenso wenig. Die Nachmittagsaktivitaeten unterscheiden sich wenig von denen in Deutschland, lernen und Hausaufgaben sind Pflicht, andernfalls wird man nicht weit kommen im Unterricht den man anfangs schwer flogen kann, was sich nach spatestens 2 Wochen aber gelegt hat. Die uebrige Zeit am Nachmittag nutze ich oft um ins Fitnessstudio zu gehen, nahgelende Staedte wie Bournemouth, Salisbury  oder Southampton zu erkunden und mehr ueber andere Kulturen kennen zu lernen. Zudem spiele ich das eine oder andere mal mit meinem Gastvater Fussball , was sich eher auf ein bisschen herumhampeln reduziert, nichtsdestotrotz aber sehr viel Spass macht. Am Abend essen wir gemeinsam Dinner zusammen, wo taeglich geschehene Dinge ausgetauschst und besprochen werden. Meine kleinen Gastgeschwister gehen dann spaetestens um 8:30 Uhr in ihre Zimmer und legen sich schlafen, waehrrenddessen ich meiner Gastmutter bei taeglichen Problemen helfe unter die arme zu greifen. Mein Tag endet dann auch im Bett, bis der nervtoetende Klang meines Weckers wieder ertoent..

Viele Gruesse und bis bald
Phillip