Bracebridge: Katarina Cuprjak berichtet von der Bracebridge High School - Bracebridge (Ontario / Kanada)
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So, da war ich also. Im Flugzeug auf meinem Weg nach Bracebridge, Ontario. Ich wusste nicht was auf mich zukommen würde, was ich erwarten sollte oder worauf ich mich gefasst machen sollte. Trotzdem war ich voller guter Hoffnung, da ich wusste: Jetzt gibt es kein Zurück mehr. 1 Jahr, 10 Monate sollte ich bei einer Gastfamilie leben, Freundschaften schließen, zur Schule gehen. Ja es war zweifellos ein Abenteuer das ich einging.

In Bracebridge angekommen, wurde ich erst einmal herzlich im Restaurant meiner Gastmutter aufgenommen und nach dem Wochenende ging es dann ab zur Schule.

Glaubt mir, ich kam mir ziemlich doof vor am ersten Schultag Leute einfach anzusprechen, aber jetzt weiß ich, dass ich es viel schwerer hätte, hätte ich es nicht getan. Damit hatte ich nach den ersten 2 Wochen auch schon Freunde mit denen ich etwas am Wochenende vornahm, Ausflüge zum Shoppen nach Barrie (ca. 1 Autostunde entfernt) oder sogar nach Toronto (2-3 Autostunden entfernt), wo ich z.B. auch mal bei einem Baseball Spiel der Toronto Blue Jays war.

Freunde waren für mich der wichtigste und tollste Bestandteil meines Auslandsjahres. Ich habe eine Unmenge an echt klasse Freundschaften geschlossen, mit denen ich immer noch im Kontakt bin. Ich fahre sogar in meinen nächste Ferien wieder nach Kanada und besuche Alle.

Aber genug über Freunde und Freizeit. Zur Schule musste ich ja schließlich auch noch gehen, wobei es dort ein bisschen lässiger als in Deutschland ist. In meiner Kochklasse durften wir uns jeden Morgen Frühstück zubereiten und auch der Englisch Unterricht war mehr eine Art „Lebenskunde“ denn nur öde Bücher lesen. Trotzdem ist mein Englisch, ohne Nachzudenken, ziemlich großartig. Ihr könnt es mir glauben oder nicht, aber manchmal muss ich echt im Wörterbuch nachschlagen weil mir nur das englische Wort einfällt. Es geht schon soweit das ich ab und zu in Englisch träume und manchmal, ganz selten, unbewusst in englisch denke. Krass oder?

Wie auch immer, ein großer Bestandteil meiner schulischen Bildung in Kanada war mit Abstand der Sport. Neben einer Fitnessklasse habe ich es ins Volleyball Team geschafft, Field-hockey und ein bisschen Rugby gespielt. Besonders Volleyball war die schönste Team Erfahrung die ich je gemacht habe. Ich bin so viel herumgekommen, von Barrie (ca. 1 Autostunde entfernt) bis nach Sudbury (ca. 5 Autostunden entfernt), und alles zwischen drin. Gemeinsame „Team-dinners“, „Sleepovers“ und Trainings waren so toll und witzig das ich immer noch lachen muss wenn ich mich dran erinnere. Trotzdem müsst ich euch auf frühe Trainingszeiten wie 7 Uhr morgens, vor dem Unterricht, machen. Konzentration und Durchhaltevermögen ist auch sehr gefragt.

All over all, es war das tollste Jahr meines bisherigen Lebens. Und das sage ich nicht nur weil ich sagen muss, ich habe nämlich so viel gelernt wie nie zuvor! Es fing an bei eigener Wäsche waschen, bis hin zu echt ziemlich tiefgründigen Lebenstheorien, mit denen ich euch jetzt nicht noch langweilen werde!

Also los! Nehmt euren ganzen Mut zusammen und macht die besten Erfahrungen eures Lebens. Ich werdet sie brauchen, YOU LIVE ONCE! :)



LG  Katarina 
 

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